A large flat white with soy milk please

IMG_7461Kennt ihr dieses schöne Gefühl, wenn die Bedienung im Café neben eurer Arbeit schon genau weiß, was ihr bestellen möchtet? Eine stille Abmachung, dass man jetzt Teil dieser kleinen Welt ist, dass man angekommen ist. So geht es mir jetzt hier in Wellington, das Café neben meiner Arbeit, das zufällig den deutschen Namen ‚Kaffee Eis‘ trägt, ist zum kleinen Teil meines Lebens geworden, wie so viele andere Dinge hier.

Ich kann kaum glauben, wie schnell die Zeit hier verflogen ist. Schon zwei Monate lebe und arbeite ich in der kleinsten (und coolsten) Hauptstadt der Welt. Ich gehe unter der Woche jeden Tag zur Arbeit, um 9.30 Uhr stehe ich im Fahrstuhl, mit meinem Flat White in der Hand, und fahre hoch in den sechsten Stock in das Goethe-Institut. Ich bin Praktikantin der Kulturabteilung, darf mich also den ganzen Tag mit Filmen, Filmfestivals, Büchern, Künstlern, Pressemitteilungen und Social Media beschäftigen. Oftmals darf ich mit zu Filmvorstellungen, Artist Talks und Galerie-Eröffnungen. Geht es denn noch besser? Ich bin wirklich froh hier gelandet zu sein, besonders da meine Kolleginnen einfach nur herzlich sind und mir sofort das Gefühl gegeben haben willkommen zu sein. Wenn ihr mit dem Gedanken spielt euch hier zu bewerben, tut es!

Ist mein Arbeitstag dann um sechs Uhr abends vorbei, mache ich mich meist auf den Nachhauseweg zu meiner leicht verrückten WG in den Hügeln von Wellington. Hier leben Kiwis (die Menschen, nicht die Vögel oder Früchte) und Deutsche unter einem Dach und die Kombination funktioniert erstaunlich gut. Nur eine Sache, an die ich mich hier gewöhnen musste: Es gibt keine Schlüssel. Das Haus steht immer offen, also wenn ihr in Wellington seid, schaut einfach rein, jeder ist immer willkommen!

Die Wochenenden sind geprägt von Ausflügen und Erkundungstouren in und rund um Wellington. Es gibt unzählige Museen, Galerien, Wanderwege, Shops, Märkte und Bars. Was ich vermisse? Die Bierpreise in der Theke, hier kostet ein Bier schlappe 10 Dollar. Dass dazu die Mietpreise auf Münchner Niveau sind und man pro Woche und nicht pro Monat zahlen muss, macht das Leben hier nicht gerade günstig. Geht man zu einem Rugby Game (Go Hurricanes!), trinkt zwei Bier und gönnt sich ein Eis, ist man schon mal 60 Dollar los. That’s the kiwi way of life!

Aber all das lohnt sich, egal wie teuer manches ist, egal wie sehr ich manchmal meine Freunde und Familie Zuhause vermisse. Denn ich habe das Gefühl, dass ich jetzt alles schaffen kann. Was sind schon Masterarbeit, Jobsuche und ein neuer Wohnort wenn ich wieder in Deutschland bin? Ich habe es alleine ans andere Ende der Welt geschafft.

So genieße ich jetzt noch meinen restlichen Flat White, plane meine nächsten Reisen auf der Insel und werde euch in paar Wochen berichten, wie es nach meinem Praktikum in Windy Welli für mich weiterging.

Eure Sarah

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