Kiwi Roadtrip II

IMG_5330

Wenn man Neuseeländer nach dem besten – oder zumindest bekanntesten Burgerladen in Neuseeland fragt, erhält man mit ziemlicher Sicherheit als Antwort: Ferg Burger. Da ich zwar Vegetarierin, aber trotzdem eine kleine Feinschmeckerin bin, war es natürlich selbstverständlich, dass auch wir diesen hochgepriesenen Burger probieren müssen. Ich gebe zu, nicht nur wegen des Burgers, fuhren wir daher nach Queenstown. Die kleine Stadt ist eigentlich bekannt dafür, dass man hier jegliche waghalsigen, spannenden und adrenalinproduzierenden Aktivitäten begehen kann, die man sich nur ausdenken kann. Von Bungee Jumping über Abseiling, Sky Diving und Speedboat fahren wird den zahlreichen Besuchern hier alles geboten. Was wir taten? Wäsche waschen und Burger essen – war durchaus auch spannend und besonders lecker! Außerdem bietet die Stadt eine tolle Kulisse, sie liegt direkt in den Bergen an einem glasklaren See, der gesäumt wird von tiefgrünen Wäldern. Denn letztendlich muss man es immer zugeben. So sehr sich eine neuseeländische Stadt auch anstrengt, die Natur bleibt immer die Nummer eins.

Deswegen fuhren wir mit frisch gewaschener Kleidung (endlich!) weiter in Richtung Süden. Sogar so südlich, dass es nicht mehr weiter geht, zum Slope Point. Vielleicht könnt ihr erraten, wer hier lebt: Kein Mensch, nur Schafe. Diese grasen exakt 4803km nördlich des Südpols und 5140km südlich des Äquators. Das sagt zumindest das schmucklose Schild, das auf den kargen Klippen angebracht ist. Neben Schafen hat diese Gegend aber noch mehr zu bieten, zum Beispiel Pinguine und Delfine. In Curio Bay, einer wunderschönen Bucht mit eiskaltem Wasser tummeln sich fast jeden Tag Delfine. Wer Glück hat und den Sprung in das kalte Wasser wagt, kann sogar mit ihnen schwimmen. Wenige Meter weiter sind Pinguine Zuhause. Sobald es dämmerte legten wir uns auf die Lauer und warteten bis die kleinen, watschelten Vögeln aus ihrem Unterschlupf im Wald ihren Weg zum Meer suchten. Wir erspähten nur zwei von ihnen, aber diese boten uns immerhin eine grandiose Show. Es schien ihnen fast zu gefallen von so vielen Menschen angestarrt zu werden.

Nach diesem Highlight ging es wieder Richtung Norden. Wir fuhren durch Städte wie Oamaru, Dunedin und Naseby, aber mein Favorit auf dieser Strecke war definitiv der Mount Cook/Aoraki. Er ist der höchste Berg Neuseelands und bietet eine grandiose Kulisse. Wir genossen dort die Ostertage, wanderten viel, zum Beispiel den Hooker Valley Track, der zu einem Gletschersee führt, verbrachten unsere Abende unter wunderschönem Sternenhimmel und versteckten uns Ostersonntag Schoko-Kiwis im hohen Gras.

Die Tage unseres Roadtrips neigten sich langsam dem Ende zu, die Strecke zurück bis nach Christchurch bot uns trotzdem noch so einiges. Wir verbrachten zum Beispiel einen halben Tag am Castle Hill. Die Steinformationen dienten als Kulisse für die Filme ‚Die Chroniken von Narnia‘ und zwingen fast jeden dazu auf ihnen herumzuklettern und verstecken zu spielen.

Für meine Travelmates ging es nach unserem abenteuerlichen Trip wieder zurück nach Deutschland. Ich kann mich wirklich glücklich schätzen, die beiden in meinen ersten Wochen hier kennengelernt zu haben, vielen Dank für alles meine Lieben! Für mich ging es nach dieser Zeit zu dritt erstmal alleine weiter in mein neues Zuhause auf Zeit: Nach Wellington. Die Stadt des Windes, des guten Kaffees und der unzähligen Museen. Hier werde ich die nächsten zwei Monate verbringen und während meiner Arbeit im Goehte-Institut so einiges lernen. Cheers und bis bald meine Lieben!

Eure Sarah

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s