Donald on fire – Wahlkampf in den USA

Washington. In exakt 419 Tagen ist Wahltag für den nächsten Präsidenten der USA – der Wahlkampf hat bei uns hier schon so richtig angefangen.

Donald Trump

Trump ist in den USA vielerorts populär wie nie – TV-Duell am Mittwoch.

Die Vorwahlen sind genau,  wie man sie sich vorstellen mag – in einem Land, in dem alles nur in Familienpackungen verkauft wird, Oreos ihre eigene Supermarktabteilung haben und Urban Outfitters ein etablierter Verkäufer von Vinyl-Platten ist: Sie sind laut, prollig, verrückt. Und überall.

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Heute geht es in die nächste Runde, dann werden sich die 15 (!) verbliebenen Kandidaten der Republikaner im zweiten TV-Duell messen.  Donald Trump ist noch immer in allen Medien präsent, in den letzten Umfragen hat er sogar nochmal an Zustimmung gewonnen. Und das trotz all der Polemik die „The Donald“ liefert. Um Amerikas Problem mit illegalen Einwanderern aus dem Süden zu lösen, will er zum Beispiel einfach eine Mauer bauen. Dazu kommt, dass er sich beim letzten TV-Duell mit den Moderatoren angelegt hat, sehr unschön – und vor allem sexistisch. Davon können auch seine kalkulierten Auftritte wie zuletzt bei Jimmy Fallon nicht ablenken (siehe Video). Hier in Amerika ist Trump dennoch populär wie nie.

Im Vorfeld hat er seine Konkurrenten Jeb Bush und Ben Carson bereits offen attackiert. Und die einzige Frau im Bewerberfeld, Carly Fiorina, gleich mal beleidigt („Look at that face!“). Trotz seiner Erfahrung ist Jeb Bush (Bruder vom ehemaligen Präsidenten George W. Bush) in der letzten TV-Debatte fast schon untergegangen. Seine Kampagne ist nicht von Theatralik oder Show geprägt – wenn einer wie Trump nun neben ihm am Pult lospoltert, kann das allerdings zum Problem werden.

Showdown bei CNN – Kandidaten Carson und Fiorina

Mit Ben Carson und Carly Fiorina hat Trump ein ganz anderes Problem: Wie er, stehen beide für das Anti-Establishment und hatten mit Politik bisher nicht viel am Hut. Carson ist ein bekannter Neurochirurg, Fiorina eine Geschäftsfrau. Der ähnliche Hintergrund der Kandidaten könnte einer der Gründe sein, aus denen Trump derzeit so angriffslustig ist. Er muss sich abgrenzen, und er will das auch.

Auch wenn sich die Republikaner in der letzten Woche bei der Ablehnung von Obamas Iran-Deal politisch einig waren – die Präsidentschafts-Kandidaten werden sich am Mittwochabend ab 20 Uhr Ortszeit einen Showdown liefern. Trump und Fiorina treffen erstmals persönlich aufeinander, allein das dürfte spannend werden.

CNN überträgt alles live und kostenlos im Online-Stream. Beim letzten Mal haben über 24 Millionen Menschen eingeschaltet, für Vorwahlen eine astronomische Zahl und Rekord. Entsprechend teuer sind die Werbespots – ab 200.000 Dollar geht es los.

Wem 2 Uhr deutscher Zeit zu spät ist, der kann ganz einfach unseren Korrespondenten Ina Ruck und Stefan Niemann folgen.

Oder am Donnerstag im Laufe des Tages die Tagesschau verfolgen. Morgen abend bin ich dafür im Dreh-Einsatz. Ihr kriegt also nicht nur eine Zusammenfassung der Debatte, sondern auch einen Einblick, wie die Washingtonians das Spektakel in DC verfolgen.

Die letzten Umfragewerte liefert das Politik-Portal RealClearPolitics, das übrigens sehr zu empfehlen ist.

Hier auch der ARD-Bericht über die erste TV-Debatte von Anfang August, damals bei Fox. Ein Video-Update mit dem aktuellen Bericht folgt.

Christian

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