Wie ist´s denn so in Dänemark?

Dänen sind europäisch und das Meer ist einfach nur toll!
Wie bitte was? Hier meine (Lucas) ersten Eindrücke aus Dänemark:

 

Die Dänen

… sind durchweg vor allem freundlich. Man hat ein Problem? Macht nichts – einfach jemanden um Hilfe fragen und das Problem ist schon so gut wie gelöst. Das funktioniert auch so gut, weil fast jeder hier einwandfrei Englisch spricht. Eine große Erleichterung im Alltag für Ausländer wie mich!

Flaggen

Was ansonsten auffällt: Ihre Unauffälligkeit. Für das deutsche Auge zumindest. Die Dänen unterscheiden sich in ihrem Aussehen und ihrer Verhaltensweise so gut wie gar nicht von Deutschen, Luxemburgern, Österreichern etc. Alle sehr europäisch eben. Es heißt zwar, Dänen würden sehr viel auf ihr Aussehen geben, aber das ist mir bisher noch nicht derart aufgefallen. Vielleicht im Sinne, dass sie viel Sport machen und gesund essen, ja. Das ist verbreiteter als in Deutschland. Aber ansonsten … mal Ausschau halten.

Dänemark

… ist vor allem grün, sauber und modern. Das waren meine ersten Gedanken hinter der Grenze und sie haben sich bis jetzt auch bestätigt. Es gibt viele Wiesen und Bäume, auch in den Städten. Nicht aber die typischen, plattgetrampelt gelb-grünen Grasflächen wie zuhause – nein, hier sind die Wiesen tatsächlich überall in so einem satten Grün, wie man es sonst nur aus englischen Parks oder den Buntstiftzeichnungen kleiner Kinder kennt. Wirkt erfrischend! Zudem sieht man nirgendwo Müll herumliegen und die Landschaftsgestaltung ist recht aufgeräumt und durchdacht. Die Straßen und vor allem Autobahnen sind gut in Schuss und sogar in meinem Wohnheim ist der Herd ein Ceran-Feld mit Touch-Bedienung. Da kann man sich nicht beklagen.

Die dänischen Preise sind etwas gewöhnungsbedürftig. Wer aus den hier gültigen Kronen in Euros umrechnet, schüttelt nur den Kopf. Beispiele: Ein halber Liter Milch kostet gut über 2€, 300 Gramm Tomatensuppe etwa 4€ und beim Bier wird man für 0,33l schon einmal 6 bis 7€ los. Das ist die perfekte Ausbildung zum Sparfuchs! Einen großen Vorteil gibt es hier dennoch: Der Sprit ist billig. Je nach Tankstelle zwischen 1,30€ und 1,35€ je Liter Benzin. Kein Wunder also, dass viele Dänen einmal alle drei Monate so richtig volltanken, an der Grenze zu Deutschland steuerfrei einen kompletten Anhänger deutsches Bier kaufen und damit wieder nachhause tuckern. Eine sehr ausgeprägt Trinkkultur gibt es hier!

Das dänische Wetter ist zumindest dieser Tag noch absolut extravagant. Man wacht morgens auf – es geht eine leichte Brise, die Sonne scheint und das einzig Weiße am Himmel sind ein paar Möwen. Perfektes Badewetter! Und der Strand ist ja auch nicht weit. Ein Rekordsommer hier, ich kann es nur genießen.

Aarhus

… ist eine wirklich große Stadt mit über 260´000 Einwohnern (über 310´000 im Landkreis). Dänemarks zweitgrößte Stadt immerhin. Es fühlt sich aber nicht so an. Es braucht zwar tatsächlich lange, von einem Ort zum anderen zu kommen, aber nirgendwo ist so wirklich Großstadt-Flair: Es gibt keine Menschenmassen, wenige sehr hohe Häuser etc. Es scheint eher eine einfache Stadt am Meer zu sein, mit vielen Studenten. 45´000 sollen es sein. Sie geben Aarhus ein ganz eigenes Flair: Offen, jung, modern und lebensfroh. Das zeigt sich vor allem in den vielen Cafés und Parks der Stadt, wo sich immer gerade ein paar Leute treffen und gemeinsam abhängen, musizieren oder Sport machen.

Die Strände in Aarhus sind auch wirklich toll: Warmer, gelber Sand, einige dicke Steine hier und da, etwas hohes Gras und ein wunderbar blaues Wasser. Vorne noch azurblau, nach hinten hin wird es immer dunkler und kräftiger. Dazu ist es so klar, dass man wirklich viele Meter weit sehen kann. Und erfrischend ist es. Kalt? Pah – genau richtig bei diesem Wetter!

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Und ach ja, um da noch eventuelle Unklarheiten auszuräumen: Eigentlich wird Aarhus so geschrieben: Århus. Und gesprochen mit einem „O“ vorne wie in „toll“ oder „vorne“. Wichtig zu wissen, wenn man nicht will, dass die Dänen einen komisch anschauen.

Meine Heimat Skjoldhøj kollegiet

… muss man erst einmal aussprechen können. Weiches sch vorne, das „o“ mit Strich ist ein ö, das „j“ am Schluss wie ein leichtes i. Schkjoldhöi. Sozusagen. Ich finde es auch nicht leicht.

Wohnen lässt es sich hier dagegen schon besser. Mein Zimmer war mir direkt recht sympathisch. Es ist zwar nicht überaus groß oder schön, aber hell und mit allem ausgestattet, was es braucht. Dazu gibt es eine kleine Küche und ein Bad, das gleichzeitig WC und Duschraum ist. Beides teile ich mir mit meinem holländischen Mitbewohner. Der ist üb  rigens ein ganz netter Kerl und hat mich bei der Ankunft gleich mal mit einem Kasten Bier in der Hand begrüßt.

Das Kollegiet selbst ist riesig, 1200 Studenten wohnen hier. Es hat einen eigenen Supermarkt und eine eigene Wäscherei. Man ist leicht geneigt, die Häuser riesige Betonklötze zu nennen, was durch ihre Masse, Form und spärliche Dekoration bedingt wird. Das würde aber nicht dem gerecht, dass es sich hier doch ganz gut wohnen lässt. Außerdem gibt es riesige Wiesen und Bäume zwischen den Gebäuden. Mir gefällt es. Aber macht euch am besten euer eigenes Bild – hier ist ein Foto:

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